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Montag, 24. März 2014

Roadtrip to Byron

Letzte Woche machten sich 7 abenteuerlustige Camper aus allen Teilen der Welt (1 Australier, 1 Schwede, 2 Holländerinnen, 1 Kanadier, 1 Engländer und 1 Deutsche) in einem gemieteten 8-Seater-Van Richtung Byron Bay auf. Das Gepäck hat mit Müh und Not (und viel Gequetsche und eingeklemmten Beinen) ins Auto gepasst und es konnte losgehen.

Der erste Stop war ein Campingplatz im Myall Lakes National Park. Mit viel Goon, einem Family-Pack Würstchen und einer ziemlich unbequemen Nacht im Auto begann der Roadtrip.
Am nächsten Tag fuhren wir zum Seals Rock und genossen das gute Wetter am Strand.
Weiter ging es nach Port Macquarie auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit für die Nacht. Doch es war wie verhext, überall war Camping verboten und auf die teuren Campingplätze wollen wir nicht gehen. Durch Zufall fuhren wir bei einem Haus vorbei und die Bewohner boten uns an in ihrem Guesthouse zu übernachten. Für uns Backpacker/Camper der totale Luxus mit warmen Wasser, Elektrizität, Küche und Dusche! Einen so lustigen Abend hatten wir lange nicht mehr und die Besitzer des Hauses waren so unglaublich gastfreundlich und lieb, sie brachten uns sogar einen Essenkorb und jede Menge Reiseführer vorbei!

Tag 3 führte uns ins Koala Hospital und an den Lighthouse Beach in Port Macquarie. Später machten wir einen Zwischenstopp bei der Big Banana in Coffs Harbour und dann begann das Spiel erneut. Wo übernachten wir heute?
Nach einer Stunde Rumfahren im Wald fanden wir eine Stelle direkt am Strand mit Gasgrill und Sitzmöglichkeiten. Wieder einmal gab es die guten Bratwürstchen und als Highlight einen Salat mit Avocado, Tomaten und Feta-Käse!
Die Nacht schliefen wir alle am Strand, obwohl es verdammt kalt und unbequem war, haben wir es nicht bereut. So eine Erfahrung muss man mal gemacht haben.
Es wurde allerdings noch besser! Unser Australier in der Gruppe wollte unbedingt Ice Skating machen. Gesagt, getan, schon standen wir bei über 30 Grad Außentemperatur in einer kalten Halle und fuhren Schlittschuh! 

Tag 4 kamen wir auch schon in Byron Bay an. Dieses Mal klapperten wir einige Hostels ab, die Preise (30-40$ pro Nacht) schreckten uns allerdings ab und wir beschlossen einfach unser Auto abzustellen und dort zu campen.
Nach einer Partynacht in Byron, der Schreck am nächsten Morgen. Ein Ranger hatte unser Auto entdeckt und wir mussten blechen - 330$! Zum Glück wurden wir, die im Zelt gepennt haben, noch rechtzeitig gewarnt, sonst wäre die Strafe um einiges höher ausgefallen.
Nach dieser eher unerfreulichen Erfahrung wurde entschieden dieses Mal ganz legal auf einem Campingplatz zu schlafen.
Davor machten wir noch einen Abstecher in das nahezu legendäre und berüchtige Drogenstädtchen Nimbin.
Wir bummelten die Hauptstraße entlang und stellten bald fest, dass Nimbin seinem Ruf gerecht wird. Obwohl auch hier Drogen illegal sind, wurde uns mehrmals Cookies und Marihuana angeboten. Wir fuhren weiter zu den Minyon Falls, die leider nciht so beeindruckend waren, wie gedacht, da es einfach viel zu wenig geregnet hat in letzter Zeit und die Wasserfälle somit eher kleine Rinnsaale waren.

In Byron Bay trennten sich dann unsere Wege. Manche von unserer Truppe wollten noch eine Weile in der Stadt bleiben, andere würden zurück nach Sydney fahren. Für mich wiederum hieß es: Weiter gehts Richtung Cairns! Meine nächsten Travelmates holten mich am Strand ab und gegen Mittag verließen wir das Hippie-Städtchen Byron.


Montag, 3. März 2014

Great Ocean Road Teil 1

Wenn mich jemand fragt wie die Great Ocean Road denn so war, kann ich nur eines sagen: "Great!"
Letzten Montag haben Fine und ich Melbourne verlassen, um die berühmte Straße an der Küste Victorias entlang zufahren. Uns ist der Abschied von "unserem" Hostel und den ganzen Leuten, die wir dort kennengelernt haben schwer gefallen, obwohl wir ja nochmal für ein Wochenende zurück gekommen sind.

Der erste Zwischenstopp war Geelong, eine Autostunde von Melbourne entfernt, wo wir bei einem Bekannten Couchsurfing gemacht haben. Um 5 Uhr morgens mussten wir schon wieder raus aus den Federn, viel zu früh für meinen Geschmack, allerdings haben wir (na ja eigentlich nur ich, Fine ist wieder im Auto eingeschlafen) dann den Sonnenaufgang am Strand erleben können.
Geelong Waterfront
































Weiter ging es nach Torquay zum Bells Beach, das Mekka für alle Surfer mit den perfekten Bedingungen zum Wellenreiten. In Aireys Inlet besuchten wir kurz den Leuchtturm, bevor wir uns weiter nach Lorne aufmachten.
Surfer am Bell Beach


Aireys Inlet Lighthouse
































Von Teddys Lookout hatten wir einen genialen Blick auf die kurvige Straße, die sich entlang der Küste schlängelt, während die Erskine Falls uns ein bisschen in den Dschungel zurück versetzt haben.
In Kennett Rivers haben wir unseren ersten Koala in freier Wildbahn gesehen und sogar gestreichelt! Okay, wir haben viel mehr sein Hinterteil getätschelt, während er ganz grumpy aus seinem Schlaf aufgewacht ist.
Teddys Lookout

Bei den Erskine Falls





Unser erster Koala, zum Greifen Nahe!












































































Zum Übernachten ging es an den Johanna Beach, der uns sowohl von Freunden, als auch am Information Center wärmstens empfohlen wurde. Der Campingplatz befindet sich nur wenige Meter vom Strand entfernt, welcher von Sanddünen umgeben ist und man einen traumhaft schönen Sonnenuntergang am Meer miterleben konnte.
Johanna Beach




Sonnenuntergang am Strand

Am Abend konnten wir auf einen sehr ereignisreichen Tag zurück blicken und wir waren selber total erstaunt, dass wir innerhalb weniger Stunden eine so lange Strecke (die Hälfte der Great Ocean Road!) schon zurück gelegt haben. Auf der Karte sah die Straße wie 2000km aus, in Wirklichkeit sind es vielleicht 200. Man vergisst oft, dass Victoria ein verhältnismäßig kleiner Bundesstaat ist und hier die normalen australischen Distanzen - nächste große Stadt "nur" 3 Stunden entfernt - hier einmal nicht zu treffen.

Dienstag, 4. Februar 2014

Auf geht's! - Start of our Roadtrip

Letzten Dienstag ging es los. Fine und ich haben nach ziemlich stressigen und unsere Nerven strapazierenden Vorbereitungen das gewohnte Terrain verlassen und uns Richtung Canberra aufgemacht.
Mit unserer treuen Gefährtin Purpundy (Zuhause, Bett, Transportmittel, Stauraum und Wegbegleiter für den nächsten Monat) ging es auf dem Highway über Berrima und Goulburn durch wunderschöne Highland-Landschaften wie aus einem Jane-Austen-Roman nach Canberra, der Capital City von Australien.
Unser Auto Purpundy

Zwischenstop in Gouldburn

"Big Merion" in Gouldburn

On the road

Canberra = boring

Wen wir auch gefragt haben, sei es Australier oder andere Reisenden, wir haben stets das Gleiche gehört. Canberra ist langweilig, kaum was los und eigentlich keinen Besuch wert. Wir wollten uns selbst vom Gegenteil überzeugen und sind zwei Nächte bei unserem Couchsurfing-Host Jimmy geblieben.
Für mich war es die allererste Couchsurfing-Erfahrung überhaupt. Fine und ich waren beide ziemlich aufgeregt als wir dort ankamen. Denn unser Host ist quasi ein kompletter Fremder für uns, von dem wir, bis auf die Infos in seinem Profil, so gut wie nichts wissen. Es könnte sich ja auch ein totaler Irrer dahinter verbergen!
Aber wir hatten ziemliches Glück. Jimmy war ein sehr liebenswerter, zuvorkommender Gastgeber, dem wir am Abend ein ziemlich improvisiertes Dinner gekocht haben. Ich nenne die Kreation einfach mal "Tomatosoup-Chicken-Rice".
Leider muss ich sagen, dass in Canberra wirklich nicht der Bär steppt. Ich will jetzt nicht sagen, dass man Canberra getrost aus seiner Reiseroute streichen sollte, aber bis auf Regierungsgebäude und Museen gibt es hier nicht wirklich viel mehr zu entdecken. Wir waren in einer Ausstellung über Karten in der National Library, in der National Art Gallery und im National Museum.
Library

Die Flaggen-Allee



Old Parliament und dahinter das neue Parlamentsgebäude

National Museum of Australia