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Mittwoch, 15. Januar 2014

Ballerinas, Hippies, Sushi und Chaka Khan

Kann ein einziger Tag so besonders und einzigartig sein, dass man noch tagelang davon schwärmt und ihn nie mehr vergessen wird?
Oh ja, das ist so was von möglich!
Letzten Samstag war so ein spezieller Tag. Voll geplant von morgens bis abends, aber dafür auch voll schön.
Um 11.30 ging es mit Lisa, Lena und Franzi in die Sydney Dance Company zu einer Ballettstunde.
Sieht man jetzt mal von der Tatsache ab, dass es sich um eine "Absolute Beginner"-Class gehandelt hat und ich eindeutig kein totaler Volldepp bin, was tanzen anbelangt, hat es echt Spaß gemacht.
Die drei Grazien beim Ballett





























Danach sind wir nach einem Zwischenstopp beim Japaner - Sushi ruuuuules! - in Darling Harbour gelandet und haben Ausschau nach der riesigen Ente (Rubberduck) gehalten. Da aber weit und breit keine Spur von dem Ding war (und man kann es wirklich schwer übersehen!), haben wir festgestellt, dass die Ente sich in einem ganz anderen Hafen befindet... Stattdessen haben wir ein paar Streetdancern aus Frankreich oder so zugeschaut, einen Hippie getroffen und sind auf Hauswänden rumgekrabbelt.
Sushi im Wynyard Park

Flowerpower Hippie-Time!

Streetdance

Auf der Hauswand

Photobooth Fun :D































































































































































Abends haben wir uns auf den Weg zu The Domain, einem Park in der City, gemacht, wo ein kostenloses Konzert statt fand. Das Konzert gehörte zum Eröffnungsteil des Sydney Festival, das noch bis Ende Januar andauern wird und währenddessen es jede Menge Events in ganz Sydney geben wird.
Ehrlich gesagt, war die Pre-Show mit einer Dubstep-Zeitreise durch die verschiedenen Jahrzehnte und deren bekanntesten Songs, besser als der Main-Act (Chaka Khan, Funk-Soul-Sängerin, die keiner von uns davor kannte) gewesen. Ich will nicht sagen, dass sie schlecht war oder so. Davor hatten wir einfach mehr Spaß, weil wir alle Lieder mitsingen und dazu tanzen konnten, während bei Chaka Khan und ihren souligen Nummern es teilweise etwas schwer war.
Trotzdem war es ein unglaublich schöner Abend und ein noch viel schönerer Tag gewesen. <3
Das Festival-Zelt in The Domain

Das Festival-Gelände 

Triple L ♥

Partystimmung!

Let's get the party started!

Lisa und ich :))




Samstag, 21. Dezember 2013

Going Out, Music, Partys, Festival & Co.

Ich bin echt froh, dass ich so langsam immer mehr Leute kennen lerne mit denen ich dann auch abends was unternehmen kann. Zwar ist es immer eine halbe Weltreise in die Stadt und wieder zurück zu kommen (Boot nach Church Point, Bus nach Mona Vale, weiterer Bus in die City, geschätzte Dauer: 1,5h), aber ich kann ja nicht nur ständig daheim hocken.

Zunächst einmal muss ich euch Fine vorstellen. Ich bin echt super happy, dass ich sie hier getroffen habe und wir uns so gut verstehen. Sie kommt auch aus Deutschland, wohnt im nächsten Ort bei ihrer Tante und arbeitet in dem Café in Church Point, in dem ich mal Probe gearbeitet habe. Wir haben uns spontan einfach mal zum abends essen getroffen und sind gleich auf jede Menge Gemeinsamkeiten gestoßen, unter anderem unser was Musik, Lifestyle, Vorstellungen und Reiseplanung anbelangt. Deshalb haben wir spontan beschlossen gemeinsam im Februar Richtung Melbourne zu fahren und die Stadt unsicher zu machen.
Wie gesagt, wir teilen nicht nur die Vorliebe für Frozen Joghurt (Yogurtland is the best, wuhuuu!) sondern auch für die gleichen Indie/Rock/Alternative-Bands. Durch Zufall hat uns der Leadsänger einer Band im Coffeeshop angesprochen und uns zu ihrem Gig in der City eingeladen.
Gesagt, getan.
Mit Hilfe von iPhone-Maps und Navi ging es mit Purpundy am Donnerstagabend in die Innenstadt, Oxford Street.
Ich muss sagen, die Gegend ist richtig gut zum feiern und ausgehen, überall laufen hipstermäßige Szenegänger, die einen echt tollen Kleidungsstil haben, rum und auch der Club ("Oxford Art Factory") ist eine ziemlich coole Location, in der jede Woche viele gute Bands spielen.
"Revier" heißt die Band und war der unangefochtene Main Act des Abends. Die größte Menschenmenge vor der Bühne, leider nur einen Song als Zugabe (aber immerhin), die meistfotografierteste Band und hinterher war der Club wie ausgestorben. Ziemlich planlos sind wir dann in einen Retro-Club im Hawaii-Stil mit 40/50/60er Musik gelandet, in dem gerade eine Verkleidungsparty stattfand und wir Hotdogs auf zwei Beinen, Superman und Einhörnern begegnet sind, bevor wir noch einen kurzen Abstecher in Kings Cross (dem berühmt berüchtigten Ausgehviertel) gemacht haben und dann nach Hause gefahren sind.
Wir haben an dem Abend so viel gelacht (es hat schon beim Autofahren angefangen), die Musik war genau nach unserem Geschmack und wir haben uns fest vorgenommen mal so richtig in der City auszugehen.

Am Samstag wollten wir Mädels (Fine, Lisa und Bella, zwei weitere deutsche Mädels, die ich hier kennengelernt habe) eigentlich nach Bondi zu einem Auftritt von LIME CORDIALE fahren, aber ich hab die Pläne kurzerhand über den Haufen geworfen, weil die Hinfahrt eine einzige Tortur gewesen wäre und die Band nächste Woche an einem leichter zu erreichenden Ort spielt. Dafür war ich mittags auf dem Narrabeen Lake Festival, was im Grunde genommen auch nur ein Market war, dieses Mal mit Live-Musik, Bühnenprogramm und Abschlussfeuerwerk, das ich allerdings nicht miterlebt hab, weil wir schon früher wieder gegangen sind.
Dafür sind wir abends schön thailändisch essen gegangen und eigentlich wollte ich mit meinem Cousin noch ein bisschen feiern gehen, aber kurzerhand ist er bei einer Houseparty gelandet und ich saß noch beim Dinner fest und bin anschließend einfach wieder nach Hause gegangen.



































Sonntags habe ich mich mit einem Bekannten in der Stadt getroffen, um eine kleine Tour über den UNSW Campus zu machen. Vielleicht werde ich ja eines Tages hier studieren, wer weiß ;) Allerdings war der Campus wie ausgestorben, denn 1. sind immer noch Semesterferien und 2. war es ein Sonntag. Sonntags haben die Geschaefte so gut wie nie sehr lange offen, es sei denn man ist in der Stadt oder einem sehr belebten Viertel wie zum Beispiel Chatswood.

Hier wohnt ein sehr großer Teil der asiatischen Einwohner von Sydney. Ein Freund von meiner Cousine hat eine kleine Poolparty veranstaltet und ich bin spontan vorbeigekommen. Die Abkühlung im Pool war bei der Hitze echt himmlisch! Und es war ganz lustig mit den Freunden meiner Cousine abzuhängen, hat mich ein bisschen an unsere Chiller-Abende bei Lena oder Adri erinnert. Abends sind wir zu einer Freundin von Lucia und mussten unbedingt ein Horrormovie anschauen. Wieso nur??? Ich hasse Horrorfilme und auch wenn sie gut gemacht sind, wie 'The Descent', wer guckt sich so was im Kino an??
Na ja, ich war nicht die einzige die losgekreischt und vor Schreck fast gestorben ist. Jaaa, Jungs schreien fast noch schöner als Mädchen haha.

Was ich jetzt auch endlich mal erwaehnen muss, ist, dass die Australier (also die, die ich bisher kennengelernt habe) einfach total freundlich, nett, zuvorkommend und gastfreundlich sind.
Ich durfte einfach zur Party kommen, Lucias Freunde haben mir gezeigt wie man richtig Billiard spielt (ich hab übrigens so viel Talent wie ein Kieselstein), es war auch kein Problem, dass ich bei der Freundin übernachtet habe, die Mutter war so süß und hat am Morgen sogar Pancakes für uns gebacken!
Im Gegensatz zu Deutschland, wo viele Leute mit einem griesgrämigen Gesicht rumlaufen und total stoffelig sind, sind die Australier total offen und sehr freundlich. Man hört immer ein "How are you today?" auch wenn die Person, vielleicht gar keinen Bock hat auf einen Smalltalk.
Ich vermute mal, dass es am Wetter liegen muss. In Deutschland ist es für mehrere Monate einfach nur trüb, grau und deprimierend, was sich auch auf die Laune der Menschen überträgt. In Australien herrscht das ganze Jahr über gutes Wetter, selbst in den "Winter"-Monaten (Juni bis August) ist es noch angenehm und mild, ein Grund glücklich zu sein :D

Genug geredet, dieser Post war wirklich sehr lang und eigentlich wollte ich ihn auch schon viel früher online stellen, dann ist aber immer wieder was dazwischen gekommen. Für diejenigen, die versuchen mit dem Datum hinterher zu kommen: Mittlerweile stehen wir kurz vor Weihnachten, das alles worüber ich berichtet habe, ist schon ein bisschen her. So an die zwei Wochen glaube ich.

Feiert schön Weihnachten morgen und Merry Christmas!
Laura xx

Montag, 9. Dezember 2013

Avalon Market Day & Sydney Opera House

Chronologisch passt dieser Post so gar nicht, denn der Market Day in Avalon war vor drei und mein Besuch im Opernhaus vor zwei Wochen, aber anders bringe ich die Fotos nicht unter.
Da ich eigentlich ständig auf Achse bin (bisher hatte nie wirklich einen Tag an dem ich überhaupt nichts gemacht habe), finde ich kaum Zeit meine Erlebnisse zeitnah und in der richtigen Reihenfolge online zu stellen.
Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, bin ich einfach nur müde und fertig und will gar nichts mehr machen. Außer ein leckeres Dinner essen und einen Film angucken vielleicht.
Und am Wochenende und meinen freien Tagen ging es bisher auch ohne Pause weiter. 
Mal am Strand chillen, dann ein Christmas Concert von meiner Cousine. Mal treff ich mich mit einer Freundin auf einen Kaffee, abends steht eine Party an. 
Es ist hier ständig was los, jedes Wochenende findet ein anderes Festival statt, ein Event folgt auf das nächste. Ganz besonders um die Weihnachtszeit. Da wird man praktisch überschwemmt mit Christmas Carols, Weihnachtsfeiern, Festivals am Beach/Lake/..., und und und. 
Die Stadt wird auch immer weihnachtlicher. Der große, kitschige, leuchtende Christmastree am Martin Place steht und erstrahlt schon und auch sonst findet man überall Adventdekorationen.

Wie gesagt (worauf ich hiermit eigentlich hinaus will, also das ganze Vorgeplänkel einfach ignorieren haha) war ich vor drei Wochen wieder mal auf einem Markt unterwegs. Riesengroßes Gelände, jede Menge kaufwütige Leute, unzählige kleine und große Stände und Fressbuden. Um Punkt 10 Uhr morgens ging es los und bis zum offiziellen Ende des Avalon Market Days war strahlender Sonnenschein, danach schlug das Wetter komplett um und es begann zu gewittern!







Das Wochenende darauf (24.11.2013) ging es für mich zum ersten Mal ins Opernhaus. Meine ganzen Verwandten, Freunde von ihnen und ich haben ein Klarinetten-Konzert von Martin Fröst besucht. 
Also was der Mann auf der Klarinette vollbringt, Respekt, das ist richtig, richtiger Wahnsinn! Einfach nur unglaublich gut.
Genauso hat auch die Pizza, die wir anschließend beim Italiener mit Ausblick auf den Hafen, die Harbour Bridge und das Opernhaus genossen haben, geschmeckt. Unglaublich gut.