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Mittwoch, 22. Januar 2014

Clubbing, Cinema & Co

Man zählt die Stunden bis zum Arbeitsschluss herunter. Jede Minute, die schier endlos erscheint und kaum vergeht, wird zur Qual. Und dann, ganz plötzlich, ist es soweit, man hat es irgendwie geschafft und der große Zeiger springt auf die Zwölf. 
Feierabend!!! Das Wochenende steht vor der Tür!
Und wie könnte man das besser einläuten, als mit einer ausgiebigen Girls Night Out in den Clubs von Sydney? Nach unserer Lyrical-Tanzstunde, die leider ins Wasser fiel, weil es wegen der starken Hitze den Tag über, zu brennen anfing, ging es los in Richtung Darling Harbour.






























Wir waren auf der Suche nach einem Club namens "Marquee", der uns empfohlen wurde. Dank Google Maps und einigen netten Auskünften kamen wir schließlich auch dort an, nur hatte die Hälfte unserer Gruppe nach dem ewigen Fußmarsch keine Lust mehr auf groß feiern...
Das End vom Lied: Wir haben uns aufgesplittet. Ein paar Mädels sind direkt nach Hause gefahren, der Rest (inklusive mir) hat sich ein Taxi nach Kings Cross genommen. Wobei das auch nicht so das Gelbe vom Ei war. In den wenigsten Clubs war wirklich etwas los (wir wollten nämlich auch keine irrsinnigen Eintrittspreise zahlen, also sind wir nur in die kostenlosen rein gegangen) und der Rest war nur Bars, in denen man eher weniger Wert aufs Tanzen gelegt hat...
Der Abend war zwar nicht völlig umsonst gewesen, aber na ja... Ich hatte schon bessere Ausgehabende und, sagen wir es mal so, dieser Abend gehört nicht zu meinen Top10 der besten Clubbing Nights. Trotzallem bin ich erst um 5 Uhr im Bett gewesen, was allerdings mehr an der ewig langen Bus- und Bootfahrt zurück nach Hause gelegen hat. 






























Am nächsten Tag ging es abends ins Moonlight Cinema, ein Openair-Kino im Centennial Park.
Fangen wir mal mit dem Guten an: wunderschöne Kulisse, tolle Atmosphäre, super Blick auf die City plus Skyline, Familytime, leckere Snacks (Malteser rule!) und die Fledermäuse, die über unseren Köpfen herum geflogen sind. Guckt euch einfach die Bilder an, die sprechen für sich!
Das nicht so Tolle: man braucht eine gefühlte Ewigkeit zum Park, es war schon 2 Stunden vorher rappelvoll, wir hatten ständig Angst, dass die Fledermäuse uns auf den Kopf kacken, Essen und Trinken waren astronomisch teuer (was auch irgendwie zum Film gepasst hat), der gezeigte Film "Gravity" war irgendwie nicht so super wie die ganzen Kritiken behaupten, sondern eher etwas langweilig.
Sandra Bullock ist mit diesem Film für einen Oscar nominiert! Ich kann das zwar nicht ganz nachvollziehen, aber vielleicht hätten wir den Film in 3D im Imax anschauen müssen, um es zu begreifen ;) Ach übrigens, George Clooney hat auch mitgespielt. Und war leider viel zu kurz auf der Leinwand zu sehen...





Samstag, 21. Dezember 2013

Going Out, Music, Partys, Festival & Co.

Ich bin echt froh, dass ich so langsam immer mehr Leute kennen lerne mit denen ich dann auch abends was unternehmen kann. Zwar ist es immer eine halbe Weltreise in die Stadt und wieder zurück zu kommen (Boot nach Church Point, Bus nach Mona Vale, weiterer Bus in die City, geschätzte Dauer: 1,5h), aber ich kann ja nicht nur ständig daheim hocken.

Zunächst einmal muss ich euch Fine vorstellen. Ich bin echt super happy, dass ich sie hier getroffen habe und wir uns so gut verstehen. Sie kommt auch aus Deutschland, wohnt im nächsten Ort bei ihrer Tante und arbeitet in dem Café in Church Point, in dem ich mal Probe gearbeitet habe. Wir haben uns spontan einfach mal zum abends essen getroffen und sind gleich auf jede Menge Gemeinsamkeiten gestoßen, unter anderem unser was Musik, Lifestyle, Vorstellungen und Reiseplanung anbelangt. Deshalb haben wir spontan beschlossen gemeinsam im Februar Richtung Melbourne zu fahren und die Stadt unsicher zu machen.
Wie gesagt, wir teilen nicht nur die Vorliebe für Frozen Joghurt (Yogurtland is the best, wuhuuu!) sondern auch für die gleichen Indie/Rock/Alternative-Bands. Durch Zufall hat uns der Leadsänger einer Band im Coffeeshop angesprochen und uns zu ihrem Gig in der City eingeladen.
Gesagt, getan.
Mit Hilfe von iPhone-Maps und Navi ging es mit Purpundy am Donnerstagabend in die Innenstadt, Oxford Street.
Ich muss sagen, die Gegend ist richtig gut zum feiern und ausgehen, überall laufen hipstermäßige Szenegänger, die einen echt tollen Kleidungsstil haben, rum und auch der Club ("Oxford Art Factory") ist eine ziemlich coole Location, in der jede Woche viele gute Bands spielen.
"Revier" heißt die Band und war der unangefochtene Main Act des Abends. Die größte Menschenmenge vor der Bühne, leider nur einen Song als Zugabe (aber immerhin), die meistfotografierteste Band und hinterher war der Club wie ausgestorben. Ziemlich planlos sind wir dann in einen Retro-Club im Hawaii-Stil mit 40/50/60er Musik gelandet, in dem gerade eine Verkleidungsparty stattfand und wir Hotdogs auf zwei Beinen, Superman und Einhörnern begegnet sind, bevor wir noch einen kurzen Abstecher in Kings Cross (dem berühmt berüchtigten Ausgehviertel) gemacht haben und dann nach Hause gefahren sind.
Wir haben an dem Abend so viel gelacht (es hat schon beim Autofahren angefangen), die Musik war genau nach unserem Geschmack und wir haben uns fest vorgenommen mal so richtig in der City auszugehen.

Am Samstag wollten wir Mädels (Fine, Lisa und Bella, zwei weitere deutsche Mädels, die ich hier kennengelernt habe) eigentlich nach Bondi zu einem Auftritt von LIME CORDIALE fahren, aber ich hab die Pläne kurzerhand über den Haufen geworfen, weil die Hinfahrt eine einzige Tortur gewesen wäre und die Band nächste Woche an einem leichter zu erreichenden Ort spielt. Dafür war ich mittags auf dem Narrabeen Lake Festival, was im Grunde genommen auch nur ein Market war, dieses Mal mit Live-Musik, Bühnenprogramm und Abschlussfeuerwerk, das ich allerdings nicht miterlebt hab, weil wir schon früher wieder gegangen sind.
Dafür sind wir abends schön thailändisch essen gegangen und eigentlich wollte ich mit meinem Cousin noch ein bisschen feiern gehen, aber kurzerhand ist er bei einer Houseparty gelandet und ich saß noch beim Dinner fest und bin anschließend einfach wieder nach Hause gegangen.



































Sonntags habe ich mich mit einem Bekannten in der Stadt getroffen, um eine kleine Tour über den UNSW Campus zu machen. Vielleicht werde ich ja eines Tages hier studieren, wer weiß ;) Allerdings war der Campus wie ausgestorben, denn 1. sind immer noch Semesterferien und 2. war es ein Sonntag. Sonntags haben die Geschaefte so gut wie nie sehr lange offen, es sei denn man ist in der Stadt oder einem sehr belebten Viertel wie zum Beispiel Chatswood.

Hier wohnt ein sehr großer Teil der asiatischen Einwohner von Sydney. Ein Freund von meiner Cousine hat eine kleine Poolparty veranstaltet und ich bin spontan vorbeigekommen. Die Abkühlung im Pool war bei der Hitze echt himmlisch! Und es war ganz lustig mit den Freunden meiner Cousine abzuhängen, hat mich ein bisschen an unsere Chiller-Abende bei Lena oder Adri erinnert. Abends sind wir zu einer Freundin von Lucia und mussten unbedingt ein Horrormovie anschauen. Wieso nur??? Ich hasse Horrorfilme und auch wenn sie gut gemacht sind, wie 'The Descent', wer guckt sich so was im Kino an??
Na ja, ich war nicht die einzige die losgekreischt und vor Schreck fast gestorben ist. Jaaa, Jungs schreien fast noch schöner als Mädchen haha.

Was ich jetzt auch endlich mal erwaehnen muss, ist, dass die Australier (also die, die ich bisher kennengelernt habe) einfach total freundlich, nett, zuvorkommend und gastfreundlich sind.
Ich durfte einfach zur Party kommen, Lucias Freunde haben mir gezeigt wie man richtig Billiard spielt (ich hab übrigens so viel Talent wie ein Kieselstein), es war auch kein Problem, dass ich bei der Freundin übernachtet habe, die Mutter war so süß und hat am Morgen sogar Pancakes für uns gebacken!
Im Gegensatz zu Deutschland, wo viele Leute mit einem griesgrämigen Gesicht rumlaufen und total stoffelig sind, sind die Australier total offen und sehr freundlich. Man hört immer ein "How are you today?" auch wenn die Person, vielleicht gar keinen Bock hat auf einen Smalltalk.
Ich vermute mal, dass es am Wetter liegen muss. In Deutschland ist es für mehrere Monate einfach nur trüb, grau und deprimierend, was sich auch auf die Laune der Menschen überträgt. In Australien herrscht das ganze Jahr über gutes Wetter, selbst in den "Winter"-Monaten (Juni bis August) ist es noch angenehm und mild, ein Grund glücklich zu sein :D

Genug geredet, dieser Post war wirklich sehr lang und eigentlich wollte ich ihn auch schon viel früher online stellen, dann ist aber immer wieder was dazwischen gekommen. Für diejenigen, die versuchen mit dem Datum hinterher zu kommen: Mittlerweile stehen wir kurz vor Weihnachten, das alles worüber ich berichtet habe, ist schon ein bisschen her. So an die zwei Wochen glaube ich.

Feiert schön Weihnachten morgen und Merry Christmas!
Laura xx