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Freitag, 11. April 2014

Rockhampton und Airlie











Fraser Island

Für mich war schon Monate vor meinem Flug nach Sydney klar, dass ich unbedingt Fraser Island muss und dass es mit ziemlicher Sicherheit eines meiner Reisehighlights werden würde.
Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Zunächst sah alles nicht ganz so rosig aus. Die Tage vor der Fährüberfahrt von Rainbow Beach zur Insel waren regnerisch und bewölkt und wir hatten schon die Befürchtung, dass sich dies auch für den Rest der Woche nicht groß ändern würde.
Doch irgendjemand hat es gut mit uns gemeint (Petrus hatte einen guten Tag, glaube ich) und wir hatten beinahe durchgehend gutes Wetter. Die ersten beiden Nächte im Zelt waren zwar etwas nass (und noch dazu etwas zu sehr unbequem), danach wurde es allerdings besser und vor allem sonniger.
So hatten wir fünf wunderschöne Tage auf der mit 1840km² größten Sandinsel der Welt. Man kann es sich eigentlich kaum vorstellen, dass Fraser nur aus Sand besteht, was auch der Grund dafür ist, dass man sich nur mit speziellen Vierradantriebs-Wagen darauf fortbewegen kann.
Ein Kilometer auf Sand zu fahren ist nichts gegen einen Kilometer auf einer Straße. Man muss viel mehr Zeit einplanen, sodass man für eine eigentlich kurze Strecke gerne mal einen halben Tag braucht.
Doch um einige der schönsten Flecken auf der Erde zu sehen, nimmt man gerne eine Fahrt auf ruckeligen, unebenen "Straßen" - trotz der ständigen Gefahr stecken zu bleiben und sich festzufahren - in Kauf.
Abschleppen hätte übrigens so um die tausend Dollar gekostet, weshalb wir besonders vorsichtig gefahren sind.
Auf der Insel sieht man die schönsten Süßwasserseen (türkisblaues Wasser wie an einem Strand in der Karibik), unzählige Pflanzenarten (Fraser ist der einzige Ort auf der WElt an dem ein Regenwald auf Sand wächst!) und viele verschiedene Tiere. Ganz besonders aufmerksam gemacht und gewarnt wird man vor dem Dingo. 
Dingoes sind wildlebende, eigentlich scheue Hunde, die durch Touristen, die sie gefüttert haben, sich immer rmehr an die Menschen gewöhnt haben und heutzutage kaum mehr Scheu vor ihnen zeigen.
Es kam sogar schon zu einem tödlichen Angriff auf ein kleines Kind, weswegen man besonders vorsichtig in gegenwart dieser Wildhunde sein sollte. Diese Tiere riechen Essen schon von Weitem, können Kühlboxen aufreißen und machen auch nicht vor Müll halt, weshalb man seine Essenreste immer außer Reich- und Riechweite aufbewahren sollte.
Einige der besonders sehenswerte Orte waren für mich auf jeden Fall de beiden Seen Lake Makenzie und Lake Wabby mit der Hammerstone Sandblow (eine Art Sandverwehung am Rande eines Sees), das Maheno Shipwreck, Indian Head (von hier aus hat man eine unglaublich schöne Aussicht),  die Champagne Pools und der gesamte östliche Strand.
Trotz Dingoes, Stechmücken, Sandflöhen,fünf Tagen ohne Duschen, fünf Tagen jeden Abend Nudeln, fünf Tagen Schlafen auf dem Boden, sowie ruckeligen Wegen und schier unpassierbaren Wassercreeks, haben wir es überlebt und sind um ein weiteres großartiges Erlebnis reicher!


Hier kommt man nur im 4WD vorwärts!



Lake Birrabeen

Peace

Lake Makenzie

It feels like in paradise

Lake Wabby


Camping Deluxe

Unser täglicher Blick

Hammerstone Sandblow - wie in der Wüste

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Maheno Shipwreck






Tierischer Besuch - Dingo-Alert!

View of Indian Head

Indian Head


Champagne Pools


Eli Creek
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Montag, 24. März 2014

Roadtrip to Byron

Letzte Woche machten sich 7 abenteuerlustige Camper aus allen Teilen der Welt (1 Australier, 1 Schwede, 2 Holländerinnen, 1 Kanadier, 1 Engländer und 1 Deutsche) in einem gemieteten 8-Seater-Van Richtung Byron Bay auf. Das Gepäck hat mit Müh und Not (und viel Gequetsche und eingeklemmten Beinen) ins Auto gepasst und es konnte losgehen.

Der erste Stop war ein Campingplatz im Myall Lakes National Park. Mit viel Goon, einem Family-Pack Würstchen und einer ziemlich unbequemen Nacht im Auto begann der Roadtrip.
Am nächsten Tag fuhren wir zum Seals Rock und genossen das gute Wetter am Strand.
Weiter ging es nach Port Macquarie auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit für die Nacht. Doch es war wie verhext, überall war Camping verboten und auf die teuren Campingplätze wollen wir nicht gehen. Durch Zufall fuhren wir bei einem Haus vorbei und die Bewohner boten uns an in ihrem Guesthouse zu übernachten. Für uns Backpacker/Camper der totale Luxus mit warmen Wasser, Elektrizität, Küche und Dusche! Einen so lustigen Abend hatten wir lange nicht mehr und die Besitzer des Hauses waren so unglaublich gastfreundlich und lieb, sie brachten uns sogar einen Essenkorb und jede Menge Reiseführer vorbei!

Tag 3 führte uns ins Koala Hospital und an den Lighthouse Beach in Port Macquarie. Später machten wir einen Zwischenstopp bei der Big Banana in Coffs Harbour und dann begann das Spiel erneut. Wo übernachten wir heute?
Nach einer Stunde Rumfahren im Wald fanden wir eine Stelle direkt am Strand mit Gasgrill und Sitzmöglichkeiten. Wieder einmal gab es die guten Bratwürstchen und als Highlight einen Salat mit Avocado, Tomaten und Feta-Käse!
Die Nacht schliefen wir alle am Strand, obwohl es verdammt kalt und unbequem war, haben wir es nicht bereut. So eine Erfahrung muss man mal gemacht haben.
Es wurde allerdings noch besser! Unser Australier in der Gruppe wollte unbedingt Ice Skating machen. Gesagt, getan, schon standen wir bei über 30 Grad Außentemperatur in einer kalten Halle und fuhren Schlittschuh! 

Tag 4 kamen wir auch schon in Byron Bay an. Dieses Mal klapperten wir einige Hostels ab, die Preise (30-40$ pro Nacht) schreckten uns allerdings ab und wir beschlossen einfach unser Auto abzustellen und dort zu campen.
Nach einer Partynacht in Byron, der Schreck am nächsten Morgen. Ein Ranger hatte unser Auto entdeckt und wir mussten blechen - 330$! Zum Glück wurden wir, die im Zelt gepennt haben, noch rechtzeitig gewarnt, sonst wäre die Strafe um einiges höher ausgefallen.
Nach dieser eher unerfreulichen Erfahrung wurde entschieden dieses Mal ganz legal auf einem Campingplatz zu schlafen.
Davor machten wir noch einen Abstecher in das nahezu legendäre und berüchtige Drogenstädtchen Nimbin.
Wir bummelten die Hauptstraße entlang und stellten bald fest, dass Nimbin seinem Ruf gerecht wird. Obwohl auch hier Drogen illegal sind, wurde uns mehrmals Cookies und Marihuana angeboten. Wir fuhren weiter zu den Minyon Falls, die leider nciht so beeindruckend waren, wie gedacht, da es einfach viel zu wenig geregnet hat in letzter Zeit und die Wasserfälle somit eher kleine Rinnsaale waren.

In Byron Bay trennten sich dann unsere Wege. Manche von unserer Truppe wollten noch eine Weile in der Stadt bleiben, andere würden zurück nach Sydney fahren. Für mich wiederum hieß es: Weiter gehts Richtung Cairns! Meine nächsten Travelmates holten mich am Strand ab und gegen Mittag verließen wir das Hippie-Städtchen Byron.


Montag, 3. März 2014

Great Ocean Road Teil 2

Die nächsten zwei Tage unseres Roadtrips standen ganz im Zeichen "Lass uns Touristen sein und alle Highlights abklappern!" Kaum hatten wir ein kleines braunes Schild mit "Scenic Lookout" gesehen, bogen wir ab und haben die Aussicht genossen. Und das kam ungefähr alle 10 Minuten vor. Doch zuerst einmal alles nacheinander.

Unser Morgen begann mit einer leckeren Pasta Pesto (wir hatten nichts mehr anderes vorrätig) am Johanna Beach, wir machten einen Abstecher in den Great Otway National Park und bekamen wieder einen Kola a zu Gesicht, bevor wir uns in Apollo Bay eine Pizza gegönnt haben (muss auch mal sein, wir hatten genug von Pasta!) Über das Inland sind wir anschließend zu den Triplet Falls, wieder mal Wasserfälle, gefahren.










































Dort haben wir zwei weitere deutsche Reisende, Ole und Lulu, getroffen, die zufälligerweise genau das Gleiche wie wir vorhatten: die 12 Apostles bei Sonnenuntergang sehen. Im Eiltempo (damit wir ja rechtzeitig da sind. Am Ende mussten wir zwei Stunden warten, aber egal...) sind wir wieder an der Küste entlang gesprintet und die Überraschung war groß, als wir ausgestiegen sind. Hey, das Auto von den Wassefällen ist ja immer noch hinter uns. Spontan haben wir uns dann zusammen getan und gemeinsam auf den Sonnenuntergang gewartet. Die Steinformationen im Meer sind echt beeindruckend, leider war der Sunset-Moment ziemlich kurz, weil sich die Sonne innerhalb weniger Sekunden hinter einer dicken Wolkendecke verkrochen hat. Trotz allem war es ein tolles Erlebnis und Highlight für uns alle!






























Übernachtet wurde wieder am Johanna Beach, also die gleiche Strecke wieder zurück, am nächsten Morgen ging es wieder Richtung 12 Apostles. Dieses Mal sind wir die Gibson Steps zum Meer hinunter gestiegen und haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen (Loch Ard Gorge, The Arch, London Bridge, The Grotto und Bay of Island) besucht.
Die kaputte London Bridge

Am Strand von Loch Ard Gorge


The Arch




The Grotto

Bay of Island

Bay of Island

Gibson Steps Strand


Loch Ard Gorge

































































Unser treuer und ständiger Weggbegleiter auf unserem Touri-Trip: das Hörbuch zu "Die Känguru-Chroniken"! Einfach nur genial, wir haben die ganze Fahrt nur gelacht und konnten einzelne Sequenzen am Ende schon auswendig.
Danach trennten sich unsere Wege, Ole und Lulu sind wegen Zeitmangel zurück gefahren, wir haben uns aufgemacht nach Portland. Unterwegs haben wir nur kurz zum Tanken angehalten (Höchstpreis war 1,69 in Port Campbell! Wir sind etwas verwöhnt mit niedrigeren Patrol-Preisen aus der Großstadt) und haben dann auf dem Sawpit Camping Ground übernachtet. Lustigerweise haben wir genau hier 3 weitere Travellere, die wir aus dem Hostel kennen, hier wieder getroffen. Unser bisher bestes Essen (Chicken-Wraps mit gegrillten Zucchini, Pilzen und Gemüse) haben wir hier gezaubert und lustige Geschichten und Reiseerlebnisse wurden am Lagerfeuer ausgetauscht. Wir waren natürlich dabei mit unserer "Känguru- Camping-Story".

Am nächsten Morgen traten wir auch die Heimreise an und sind die Great Ocean Road wieder zurück gefahren. In Geelong konnten wir noch einmal übernachtet und hatten das bisherige Highlight unserer Reise. Im 4WD ging es durch den Bush und das Beste: wir beide durften selber fahren! Stellt euch das mal bitte vor. Ich am Steuer von diesem Monstertruck! Und das, nachdem ich mehr als 4 Monate nicht mehr Auto gefahren bin. Dafür habe ich mich recht gut geschlagen und es war der Spaß schlecht hin!