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Montag, 3. März 2014

Great Ocean Road Teil 2

Die nächsten zwei Tage unseres Roadtrips standen ganz im Zeichen "Lass uns Touristen sein und alle Highlights abklappern!" Kaum hatten wir ein kleines braunes Schild mit "Scenic Lookout" gesehen, bogen wir ab und haben die Aussicht genossen. Und das kam ungefähr alle 10 Minuten vor. Doch zuerst einmal alles nacheinander.

Unser Morgen begann mit einer leckeren Pasta Pesto (wir hatten nichts mehr anderes vorrätig) am Johanna Beach, wir machten einen Abstecher in den Great Otway National Park und bekamen wieder einen Kola a zu Gesicht, bevor wir uns in Apollo Bay eine Pizza gegönnt haben (muss auch mal sein, wir hatten genug von Pasta!) Über das Inland sind wir anschließend zu den Triplet Falls, wieder mal Wasserfälle, gefahren.










































Dort haben wir zwei weitere deutsche Reisende, Ole und Lulu, getroffen, die zufälligerweise genau das Gleiche wie wir vorhatten: die 12 Apostles bei Sonnenuntergang sehen. Im Eiltempo (damit wir ja rechtzeitig da sind. Am Ende mussten wir zwei Stunden warten, aber egal...) sind wir wieder an der Küste entlang gesprintet und die Überraschung war groß, als wir ausgestiegen sind. Hey, das Auto von den Wassefällen ist ja immer noch hinter uns. Spontan haben wir uns dann zusammen getan und gemeinsam auf den Sonnenuntergang gewartet. Die Steinformationen im Meer sind echt beeindruckend, leider war der Sunset-Moment ziemlich kurz, weil sich die Sonne innerhalb weniger Sekunden hinter einer dicken Wolkendecke verkrochen hat. Trotz allem war es ein tolles Erlebnis und Highlight für uns alle!






























Übernachtet wurde wieder am Johanna Beach, also die gleiche Strecke wieder zurück, am nächsten Morgen ging es wieder Richtung 12 Apostles. Dieses Mal sind wir die Gibson Steps zum Meer hinunter gestiegen und haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen (Loch Ard Gorge, The Arch, London Bridge, The Grotto und Bay of Island) besucht.
Die kaputte London Bridge

Am Strand von Loch Ard Gorge


The Arch




The Grotto

Bay of Island

Bay of Island

Gibson Steps Strand


Loch Ard Gorge

































































Unser treuer und ständiger Weggbegleiter auf unserem Touri-Trip: das Hörbuch zu "Die Känguru-Chroniken"! Einfach nur genial, wir haben die ganze Fahrt nur gelacht und konnten einzelne Sequenzen am Ende schon auswendig.
Danach trennten sich unsere Wege, Ole und Lulu sind wegen Zeitmangel zurück gefahren, wir haben uns aufgemacht nach Portland. Unterwegs haben wir nur kurz zum Tanken angehalten (Höchstpreis war 1,69 in Port Campbell! Wir sind etwas verwöhnt mit niedrigeren Patrol-Preisen aus der Großstadt) und haben dann auf dem Sawpit Camping Ground übernachtet. Lustigerweise haben wir genau hier 3 weitere Travellere, die wir aus dem Hostel kennen, hier wieder getroffen. Unser bisher bestes Essen (Chicken-Wraps mit gegrillten Zucchini, Pilzen und Gemüse) haben wir hier gezaubert und lustige Geschichten und Reiseerlebnisse wurden am Lagerfeuer ausgetauscht. Wir waren natürlich dabei mit unserer "Känguru- Camping-Story".

Am nächsten Morgen traten wir auch die Heimreise an und sind die Great Ocean Road wieder zurück gefahren. In Geelong konnten wir noch einmal übernachtet und hatten das bisherige Highlight unserer Reise. Im 4WD ging es durch den Bush und das Beste: wir beide durften selber fahren! Stellt euch das mal bitte vor. Ich am Steuer von diesem Monstertruck! Und das, nachdem ich mehr als 4 Monate nicht mehr Auto gefahren bin. Dafür habe ich mich recht gut geschlagen und es war der Spaß schlecht hin!

Great Ocean Road Teil 1

Wenn mich jemand fragt wie die Great Ocean Road denn so war, kann ich nur eines sagen: "Great!"
Letzten Montag haben Fine und ich Melbourne verlassen, um die berühmte Straße an der Küste Victorias entlang zufahren. Uns ist der Abschied von "unserem" Hostel und den ganzen Leuten, die wir dort kennengelernt haben schwer gefallen, obwohl wir ja nochmal für ein Wochenende zurück gekommen sind.

Der erste Zwischenstopp war Geelong, eine Autostunde von Melbourne entfernt, wo wir bei einem Bekannten Couchsurfing gemacht haben. Um 5 Uhr morgens mussten wir schon wieder raus aus den Federn, viel zu früh für meinen Geschmack, allerdings haben wir (na ja eigentlich nur ich, Fine ist wieder im Auto eingeschlafen) dann den Sonnenaufgang am Strand erleben können.
Geelong Waterfront
































Weiter ging es nach Torquay zum Bells Beach, das Mekka für alle Surfer mit den perfekten Bedingungen zum Wellenreiten. In Aireys Inlet besuchten wir kurz den Leuchtturm, bevor wir uns weiter nach Lorne aufmachten.
Surfer am Bell Beach


Aireys Inlet Lighthouse
































Von Teddys Lookout hatten wir einen genialen Blick auf die kurvige Straße, die sich entlang der Küste schlängelt, während die Erskine Falls uns ein bisschen in den Dschungel zurück versetzt haben.
In Kennett Rivers haben wir unseren ersten Koala in freier Wildbahn gesehen und sogar gestreichelt! Okay, wir haben viel mehr sein Hinterteil getätschelt, während er ganz grumpy aus seinem Schlaf aufgewacht ist.
Teddys Lookout

Bei den Erskine Falls





Unser erster Koala, zum Greifen Nahe!












































































Zum Übernachten ging es an den Johanna Beach, der uns sowohl von Freunden, als auch am Information Center wärmstens empfohlen wurde. Der Campingplatz befindet sich nur wenige Meter vom Strand entfernt, welcher von Sanddünen umgeben ist und man einen traumhaft schönen Sonnenuntergang am Meer miterleben konnte.
Johanna Beach




Sonnenuntergang am Strand

Am Abend konnten wir auf einen sehr ereignisreichen Tag zurück blicken und wir waren selber total erstaunt, dass wir innerhalb weniger Stunden eine so lange Strecke (die Hälfte der Great Ocean Road!) schon zurück gelegt haben. Auf der Karte sah die Straße wie 2000km aus, in Wirklichkeit sind es vielleicht 200. Man vergisst oft, dass Victoria ein verhältnismäßig kleiner Bundesstaat ist und hier die normalen australischen Distanzen - nächste große Stadt "nur" 3 Stunden entfernt - hier einmal nicht zu treffen.